Ich konnte erst um 12 Uhr mit dem Schreiben anfangen. Zunächst musste ich koeln.de aktualisieren, dann noch Micky Richtung Berlin verabschieden. Aber dann ging’s los. Der erste Absatz:
Franck schaute auf seine Uhr, eine Platin-schimmernde Lange-Tourbillon: 10 Uhr und 13 Minuten. Nur noch knapp 29 Stunden, dann wäre er Herr über 100 Millionen Euro.
Kommt eigentlich recht schnell zur Sache. Geklärt hat sich für mich inzwischen das Genre: Ich werde eine Art literarischen Köln-Krimi schreiben. Und deshalb ist das Unternehmen der Franckenhorsts nicht irgendeine Chemie-Fabrik, sondern eine, in der auch Parfüm und Eau de Cologne hergestellt werden. Auch die Perspektive ist klar: Ich werde in der dritten Person schreiben, aber aus der Sicht der Hauptperson, also Francks.
Nach gut zwei Stunden habe ich 1978 Wörter geschrieben. Nach gut vier Stunden (nicht streng durchgeschrieben, einige Pausen eingelegt) war ich bei 3177 Wörtern oder etwas mehr als 13 Normseiten.
Franck ist gut eingeführt. Wir kennen eine Freundin, Rosemarie, und eine Verkäuferin, Christina Brandt, die für ihn noch wichtig werden wird. Wir haben von Francks Vater Ferdinand einiges gehört nd Francks Bruder Gunther, und soeben ist es auch zur ersten Begegnung zwischen Franck und Jean gekommen, ohne dass die beiden aber eine Ahnung haben, wie das Schicksal sie noch zusammenbringen wird.
Ich hatte mir vorgenommen, bis Seite 17 (ca. 4500 Wörter) den Setup abgeschlossen zu haben und zum “Anstoß” zu kommen, dem “Point of attack” oder “Inciting Incident”, dem Punkt, an dem die Geschichte richtig ins Rollen kommt. Das könnte klappen.
Jetzt brauche ich erst einmal eine Pause, werde mir das Spiel des 1. FC Köln in Osnabrück ansehen (und den Bericht dazu online stellen), hoffentlich bin ich danach nicht zu demotiviert zum Schreiben.