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Gewonnen: Die 50.000 Wörter sind geschafft!

Auf dieser Website habe ich etwas wenig geschrieben, um so mehr aber an meinem Roman “Millionenallee”. Das große November-Ziel, 50.000 Wörter zu erreichen, habe ich soeben erreicht. Der Roman ist noch nicht ganz zu Ende, aber der finale Showdown hat schon begonnen.

Beim 50.000 Wort habe ich ein bisschen nachgeholfen, damit es ein schönes Wort ist: Es heißt “Freund”, und um Freundschaft ist es ja schließlich auch gegangen. Am Ende von NaNoWriMo hatte ich exakt 51.225 Wörter geschrieben.

Der erste Entwurf ist also (fast) fertig, ich weiß jetzt schon, dass ich noch eine Menge bearbeiten muss, aber in diesem Jahr ist es mir sehr gut gelungen, den inneren Kritiker ruhigzustellen und auf die Bearbeitungsphase ab Dezember zu vertrösten.

Jetzt gönne ich mir erst einmal ein Gläschen Champagner.

Und aus der Falle wieder raus

Ja, das war’s. Habe soeben die letzte Szene neu geschrieben. Franck, mein Held, hat den Überfall bei vollem Bewusstsein überstanden, einen von drei Angreifern hat er kräftig verprügelt, am Ende war er der Übermacht natürlich unterlegen und lag zerschunden in der Gosse vor dem Sturdust, dem Table-Dance-Club in der Maastrichter Straße. Dort fand ihn Jean, der Bettler, packte ihn in seinen ALDI-Wagen und schob in quer durchs Belgische Viertel Richtung Melaten.

Was gestern nur eine kurze Beschreibung war, konnte ich heute in über 2200 Wörtern ziemlich spannend erzählen. Etwas über 800 Wörter, die ich gestern geschrieben habe, werden später dafür zwar aus dem Roman gestrichen, dürfen nach den NaNoWriMo-Regeln aber mitgezählt werden. Bearbeitet werden soll ja eigentlich erst nach Ende November.

So ergibt sich für mich heute ein Wordcount von 18.358 (17.538 wären es ohne das zu streichende Kapitel), beides gute Werte und über dem Soll, das am Freitag zu erreichen war, nämlich 15.000.

In die Falle geschrieben

Tja, wie komme ich da jetzt wieder raus? Gestern Abend wurde mein Protagonist hinterrücks überfallen und verlor dabei sein Bewusstsein. Dummerweise schreibe ich den Roman “Millionenallee” aber aus der Perspektive der Hauptperson. Mit dem Ergebnis, dass diese ganz spannende Szene, der Übergang zum zweiten Akt, letztlich nur ziemlich dünn und kurz ausgefallen ist.

Ich fürchte, dass ich mich hier in eine Falle geschrieben habe. Vermutlich werde ich die ganze Szene neu schreiben müssen, um meinem Helden die Chance zu geben, sich etwas länger zu wehren, wenigstens etwas von seinen Angreifern zu erkennen, um auch Spuren für die weitere Geschichte zu haben.

Vielleicht sollte er auch nicht so schwer verletzt werden, sodass er schnell wieder zu sich kommt und die an sich auch sehr schöne Rettungsdaktion durch Jean, der ihn in seinen ALDI-Wagen packt und zu sich nach Hause auf den Melatenfriedhof schiebt, überhaupt in dem Roman erzählt werden kann.

15.003 Wörter in einer Woche

Die ersten sieben Tage sind vorbei, mein Wordcount steht bei 15.003, ich könnte mir also jetzt zwei freie Tage gönnen und wäre immer noch im Plan.

Die Geschichte entwickelt sich langsam aber stetig. Eigentlich sollte die Wende zum zweiten Akt, der Überfall auf meinen Helden, spätestens auf Seite 50 oder bei etwa 11.5000 Wörtern stattfinden, jetzt wird es ihn erst auf Seite 63/64 und nach 15.000 Wörtern erwischen, was eigentlich bedeuten müsste, dass ich am Ende eher 60.000 als 50.000 Wörter schreiben müsste. Es kann aber auch sein, dass ich später den ersten Teil etwas kürzen werde, da habe ich etwas viel fabuliert.

Aber jetzt ist NaNoWriMo, und da ist es besser, es fallen einem Wörter ein, als dass einen die Schreibblockade packt. Redigiert und korrigiert wird erst ab Dezember.

Wer den bislang geschriebenen Text lesen möchte, wird in meinem Profil auf nanowrimo.org fündig, auf “Novel Excerpt” klicken.

7452 Wörter

… ist der Zwischenstand nach dem zweiten Tag. Von der Quantität her bin ich also voll im Soll. Und die Qualität? Ich bin ganz zufrieden. Klar spürt man, dass der Text später noch einmal überarbeitet werden muss. Aber das ist schließlich normal. Jetzt muss die Story erst einmal aufs Papier.

Heute bin ich wie geplant zum “Inciting Incident” gekommen, der die Story so richtig in Gang bringt. Mein Held, Franck, ist gerade von seinem Vater und seinem Bruder um 100 Millionen geprellt worden, woran er selbst allerdings nicht ganz unschuldig ist. Jetzt muss er sich entscheiden: Lässt er sich auszahlen oder nimmt er den Kampf auf? Natürlich nimmt er den Kampf auf, sonst wäre die Geschichte ja zu Ende.

So weit läuft alles nach Plan, trotzdem gab es auch ein paar schöne Überraschungen. Rosemarie verblüffte mich, wie ich es nicht erwartet hätte. Das Shopping-Dummchen von gestern entpuppte sich heute als witzige, intelligente und selbstbewusste Frau.

Und dann gab es – auch unerwartet – einen lustigen Striptease von Frank und Rosi hoch über dem Brüsseler Platz, wo Franck ein Penthouse bewohnt. Die beiden ließen ihre Kleider auf die Straße flattern – zur Freude vor allem der männlichen Jugend, die das Geschehen johlend quittierte.

Der erste Satz

Ich konnte erst um 12 Uhr mit dem Schreiben anfangen. Zunächst musste ich koeln.de aktualisieren, dann noch Micky Richtung Berlin verabschieden. Aber dann ging’s los. Der erste Absatz:

Franck schaute auf seine Uhr, eine Platin-schimmernde Lange-Tourbillon: 10 Uhr und 13 Minuten. Nur noch knapp 29 Stunden, dann wäre er Herr über 100 Millionen Euro.

Kommt eigentlich recht schnell zur Sache. Geklärt hat sich für mich inzwischen das Genre: Ich werde eine Art literarischen Köln-Krimi schreiben. Und deshalb ist das Unternehmen der Franckenhorsts nicht irgendeine Chemie-Fabrik, sondern eine, in der auch Parfüm und Eau de Cologne hergestellt werden. Auch die Perspektive ist klar: Ich werde in der dritten Person schreiben, aber aus der Sicht der Hauptperson, also Francks.

Nach gut zwei Stunden habe ich 1978 Wörter geschrieben. Nach gut vier Stunden (nicht streng durchgeschrieben, einige Pausen eingelegt) war ich bei 3177 Wörtern oder etwas mehr als 13 Normseiten.

Franck ist gut eingeführt. Wir kennen eine Freundin, Rosemarie, und eine Verkäuferin, Christina Brandt, die für ihn noch wichtig werden wird. Wir haben von Francks Vater Ferdinand einiges gehört nd Francks Bruder Gunther, und soeben ist es auch zur ersten Begegnung zwischen Franck und Jean gekommen, ohne dass die beiden aber eine Ahnung haben, wie das Schicksal sie noch zusammenbringen wird.

Ich hatte mir vorgenommen, bis Seite 17 (ca. 4500 Wörter) den Setup abgeschlossen zu haben und zum “Anstoß” zu kommen, dem “Point of attack” oder “Inciting Incident”, dem Punkt, an dem die Geschichte richtig ins Rollen kommt. Das könnte klappen.

Jetzt brauche ich erst einmal eine Pause, werde mir das Spiel des 1. FC Köln in Osnabrück ansehen (und den Bericht dazu online stellen), hoffentlich bin ich danach nicht zu demotiviert zum Schreiben.

NaNoWriMo – Morgen geht’s los!

Um 0 Uhr startet NaNoWriMo, dann will ich im Laufe des Novembers einen Roman von 50.000 Wörtern schreiben. Leider sind die Vorbereitungen nicht so weit gediehen, wie ich gehofft hatte, die tägliche Arbeit hat nicht mehr zugelassen.

Trotzdem setzte ich mich optimistisch an den Schreibtisch. Im Kopf hat sich die Geschichte schon etwas weiter entwickelt, außerdem weiß ich ja, dass ich jetzt erst einmal nur eine erste Fassung schreibe und also später nacharbeiten kann.

Ich werde wahrscheinlich in Open Office statt in Word schreiben. Sicherheitshalber habe ich Standardseiten in beiden Programmen vorbereitet.

An die Arbeit gehen werde ich erst am Morgen. Vielleicht fällt mir bis dahin ja wenigstens noch der erste Satz ein. Die erste Szene habe ich immerhin schon im Kopf, sodass für den ersten Schreibfluss gesorgt sein sollte.

Und fällt mir kein guter erster Satz ein, dann beginne ich eben mit dem zweiten … :-)

Die Logline steht

Die Vorbereitung für unseren Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse am kommenden Sonntag (11 Uhr, Halle 4.2 – P421) lenken doch stark von der Vorbereitung der “Millionenallee” ab.

Die Logline habe ich gestern ein letztes Mal getestet, bei Martha und Heinz-Werner in Rosenheim. Für mich steht die Logline jetzt fest.

“Ein gelangweilter Milliardärs-Sohn, der einem Betrug im Unternehmen seines übermächtigen Vaters auf die Spur kommt, wird in Köln niedergestochen und von einem Krüppel gerettet, der auf dem Melatenfriedhof wohnt. Die ungleichen Männer schließen Freundschaft und ziehen los, die Bösen zu entlarven, was sie letztlich zurück in die Familien-Villa führt.

nana kommentierte hier im Forum: ”Gefällt mir noch besser, als die vorherige Logline.” Ich kenne “nana” zwar nicht, aber ich nehme auch ihren Zuspruch als Ermunterung.

Terminhinweis in der Literaturbeilage der ZEIT

ZEIT Titel Nr. 41Das ist der Hammer: In der aktuellen ZEIT wird auf unseren Auftritt am 14.10. auf der Frankfurter Buchmesse hingeweisen: Von 11-14 Uhr präsentiert die NaNoWriMo-Gruppe Köln/Bonn den größten Autorenwettbewerb der Welt.

Nach aktueller Planung werde ich in der Stunde von 12-13 Uhr aus “Der Große Deutschen Roman” lesen und den Plan zur “Millionenallee” kurz vorstellen. In der letzten Runde von 14 bis 15 Uhr bin ich Moderator.

NaNoWriMo – es geht wieder los!

Die offizielle NaNoWriMo-Website nanowrimo.org hat endlich wieder geöffnet. Ich habe mich gleich unter meinem NaNo-Namen “icologne” wieder angemeldet und den Kurzinhalt von “Millionenallee” im deutschen Forum vorgestellt. Ich bin auf die Reaktionen gespannt – und auf die Ideen der anderen.