Schreiben Sie zehn Dinge auf, die Ihnen als Story-Ideen dienen können. Denken Sie dafür an die vergangene Woche zurück – an Menschen, die Ihnen begegnet sind, an Ereignisse, Vorfälle, Gedanken, Situationen. Nichts ist zu groß, zu klein, zu komisch oder mikroskopisch. Wählen Sie aus Ihrer Liste das Stichwort, das Ihnen am vielversprechendsten erscheint. Wahrscheinlich werden Sie instinktiv spüren, welche die richtige Idee ist. Überlegen Sie anschließend, wie sich diese Idee in eine Geschichte verwandeln lässt – Sie sollten mehrere Möglichkeiten finden. Ob daraus ein Meisterwerk entsteht? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Wichtig ist im Augenblick nur, dass Sie erkennen, wie vielschichtig Ideen sein können.” (Steele S. 24)
Meine Antwort (13. September 2007):
- Rotary Club
- Fußball-Nationalmannschaft
- Hotel-Foyer
- Dom-Fenster
- Bordell
- Buchmesse
- Luciano Pavarotti
- 9/11
- Schach
- Fieber
Über den Tod von “Luciano Pavarotti” habe ich schon etwas geschrieben, siehe “Finale” auf franzmann.de.
Zum Thema “Dom-Fenster” würde ich gerne Story-Ideen entwickeln.
- 1. “Der Richter-Code”
Ist das neue Dom-Fenster von Gerhard Richter wirklich nur ein zufälliges Kunstwerk, oder verbirgt sich hinter der Anordnung der 11.500 Quadrate in 72 Farbtönen ein geheimnisvoller Code? - 2. “Die Moschee des Kardinals”
Was meinte Kardinal Meisner mit seinen Worten, das neue Dom-Fenster passe besser in eine Moschee? Wollte er damit warnen, dass die Kathedrale islamisiert werden soll, wie einst die Christen eine Kirche in die Moschee von Córdoba einpflanzten? - 3. “Scherbengericht”
Im Zweiten Weltkrieg wurde Köln bei Bombenangriffen völlig zerstört. Trotz der großen Not wurde alles daran gesetzt, die Fenster des Doms vor der Zerstörung zu bewahren.
Noch eine Anmerkung zur Übung: Meinem Gefühl nach ist die Übersetzung “Schreiben Sie zehn Dinge auf …” zu eng. Im Deutschen ist “Ding” nur eine Sache, ein einzelner Begriff. Im Zusammenhang der Übung würde ich mir eher auch Ereignisse und komplexere Beobachtungen wünschen, also nicht nur “Dom-Fenster” sondern “Gerhard Richters neues Dom-Fenster”.
2 Trackbacks/Pingbacks
Das Domfenster scheint sehr befruchtend zu sein. Auch ich sah es mir diese Woche an und auch mich inspirierte es zu einer Idee: Dom-Terroristen.
Eine kleine Gruppe genervter Gläubiger versucht mit zweifelhaften Mitteln den Dom
seiner ursprünglichen Bestimmung zurückzuführen. Es beginnt mit vergifteten Tauben. Bald schon aber verschwindet der erste Tourist…
Hej, das klingt auch gut. Das könnte man doch glatt mit dem Richter-Code verbinden. Vorschlag: Das schreiben wir dann im Dezember gemeinsam
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